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Gutes Wachs kaufen wir gerne!
Verzeihen Sie das offene Wort: ich höre oft Aussagen über die Qualität von Bienenwachs, denen zu entnehmen ist, dass es eigentlich nur eine Sorte gutes Wachs gibt, welches auch ganz und gar rein ist, und das sei das Wachs des jeweiligen Imkerkollegen, mit dem ich gerade spreche... ich zähle mich zu den gutgläubigen Menschen aber diesen Aussagen der Imkerkollegen mißtraue ich, weil ich weiß, wie schwer es geworden ist, das schöne Wachs auch sauber zu halten! Es ist ja kein böser Wille, wenn Verunreinigungen ins Wachs geraten und oft auch nicht dem Imker vorzuwerfen. Aber bestimmte Rückstände im Wachs machen es für medizinische Zwecke unbrauchbar und würden unsere Produkte in berechtigten Mißkredit bringen. Bienenwachs kaufen wir deshalb nach strengen Kriterien ein:
Grundsätzlich verwenden wir ausschließlich Naturbauwachs oder Deckelwachs.
Wir prüfen die eingesendeten Muster dann zunächst auf Geruch, Farbe und sichtbare Verschmutzungen.
Darüber hinaus lassen wir zunächst vom angebotenen Wachs Rückstandsanalysen erstellen (ausgenommen durch Demeter zertifizierte Wachse). Sind die Analysen unauffällig, sind wir gerne bereit, einen anständigen Preis zu zahlen.
Das selbe gilt für Honig. Guten Honig vertreiben wir gerne weiter. Gut heißt aber nicht nur, dass er gut schmeckt und schön aussieht und aus Deutschland ist. "Gut" bezieht sich auch auf die Herkunft und heißt nach unseren Masstäben vor allem:
-Bienenhaltung ohne künstliche Königinnenbesamung, sondern möglichst Standbegattung und Schwarmvermehrung. Solche Völker sind von Natur aus einfach gesünder.
-möglichst Naturbauhaltung.
-keine chemischen Bienenmedikamente, auch die Säurebehandlungen sind zu hinterfragen, da sie die Bienen in ihren Abwehrkräften schwächen.
-keine aussereuropäischen Honige! Für Honig und Bienenhaltung ist die Globalisierung alles andere als ein Segen!
Mit diesen Grundsätzen glaube ich nicht, den Schlüssel zum Imkerglück gefunden zu haben aber ich glaube, wir sollten den größten Wert auf die Gesundheit der Bienen legen und erst nachrangig auf den Ertrag. Ich wünsche mir mehr Liebe zum Wesen und der Natur der Biene und eine breitere, offenere Gesprächskultur zu den Haltungsfragen. Wir müssen doch einfach mal bedenken, dass es die Bienenhaltung in der heutigen Form noch nicht lange gibt, wenn man sieht, wie alt das Zusammenleben von Mensch und Biene ist. Und wie vieles hat sich in dieser kurzen Spanne der "modernen" Bienenhaltung zum Negativen verändert! Ich bin der Überzeugung, dass wir vieles einfach ganz neu denken müssen, um eine Katastrophe abzuwenden.
Wenn Sie mit diesen Gedanken übereinstimmen, bieten Sie uns gerne Ihr Wachs und Ihren Honig an. Wenn nicht, freue ich mich über ein offenes Gespräch in gegenseitiger Achtung. Das Wichtigste ist ohnehin, dass noch Bienen gehalten werden, deshalb schätze ich die Arbeit eines jeden Imkerkollegen sehr!
Mit herzlichen Grüßen
Dirk-H: Otto
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