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Wärmetherapie unter Berücksichtigung
der menschlichen Thermophysiologie
Die Wärmequalität in den Hautschichten und der Muskelschale (quergestreifte Muskulatur) des Menschen läßt sich topographisch nicht fixieren, sondern fließt mit Blut und Lymphstrom, bzw. interstitiellem Gewebswasser. Dieser physiologische Wärmefluß aktiviert das Nerven-Sinnessystem, die Beweglichkeit der Muskulatur und schafft die Voraussetzung für die leistungsadaptierte neuromuskuläre Funktion.
Störungen dieses Wärmeflusses entwickeln Kältezonen in den unterschiedlichsten Arealen. Diese haben bei bestimmten pathophysiologischen Zuständen charakteristische Ausprägungen im Sinne von stagnierenden Kältefeldern. Daraus ergeben sich charakteristische Störungen des neuromuskulären Apparates. Eine Therapiemaßnahme muß in diesen Fällen darin bestehen, den Wärmefluß zu aktivieren.
Methode und Wirkweise
Um Wärme als Therapeutikum sinnvoll einzusetzen, folgt die Bienenwachs-Wärmetherapie den Erkenntnissen der Thermophysiologie. Im Mittelpunkt steht dabei die Erkenntnis, dass der Körper Wärme von aussen zugeführt nur bedingt aufnimmt und auch das nur unter der Voraussetzung, dass Wärmemenge, Höchsttemperatur und Dauer der Einwirkung eine Anpassung ermöglichen. Wärme, die in großer Menge und hoher Temperatur plötzlich auf den Körper aufgebracht wird, führt zu sofortigem Schwitzen und damit zum Abtransport der Körperwärme nach aussen. Nach der Anwendung solcher Wärme tritt sogar eine leichte Absenkung der Körperkerntemperatur ein, da der Wechsel zu abrupt erfolgt.
Soll der Leib Wärme von aussen in Form einer lokalen Wärmepackung aufnehmen, muss diese Wärme im Kontakt mit der Haut langsam ansteigen, sich gewissermaßen "einschleichen". Und sie darf im Verhältnis zu ihrer Fläche, mit der sie den Körper bedeckt, nicht zu heiß werden.
Die Bienenwachs-Wärmeanwendung ist der Anpassungs- und Aufnahmefähigkeit des Körpers genau angpasst. Zudem fördert das Bienenwachs das Fließen der Wärme, sie wirkt damit Temperaturzonen ausgleichend. |
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