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Wachswerk

Rohstoffe & PartnerInnen

WACHSWERK-Produkte bestehen aus natürlichen Rohstoffen und werden von Hand gefertigt. Das wertvolle Wachs für unsere Wickel und Auflagen beziehen wir ausschließlich von Imkern, die uns persönlich bekannt sind und deren Arbeitsweise wir kennen. Unsere WachsÖlAuflagen werden in Essen entwickelt, hergestellt und verpackt. Die MassageCremes und die Produkte unserer BALZAMON-Pflegeserie entstehen in Handarbeit unter der Sonne Südfrankreichs. Auch unsere Wärmekissen und WollVliese werden in liebevoller Handarbeit gefertigt, in der Camphill-Dorfgemeinschaft Sellen e. V. Verantwortung gegenüber Mensch und Natur ist für uns eine Selbstverständlichkeit, die wir auch bei unseren PartnerInnen schätzen.

Bienenwachs – der Stoff, aus dem das WACHSWERK ist

Foto Wachswerk Zu Beginn wurde die BienenwachsSeideFolie daraus hergestellt und nach wie vor ist es in allen WACHSWERK-Produkten enthalten und damit unser wichtigster Rohstoff. Selbstverständlich kaufen wir deshalb das Bienenwachs, das wir zu unseren Wärmetherapie-Produkten veredeln, nicht irgendwo auf dem Weltmarkt ein. Tatsächlich existiert ein gigantischer Weltmarkt für Bienenwachs und der ist – wenig überraschend – ein Sammelbecken für alles, was wir weder stofflich, feinstofflich als Rückstand, noch ethisch-moralisch verantworten wollen. WACHSWERK-Bienenwachs kommt ausschließlich von Imkern, die uns persönlich bekannt sind, deren Arbeitsweise wir kennen und deren Wachs unseren Qualitätsansprüchen genügt.

WACHSWERK-Qualitätserwartungen an Bienenwachs

Bienenwachs, das wir verarbeiten, soll leuchtend und intensiv sonnengelb sein. Es soll frisch duften, nach Sommersonne und großer Blütenvielfalt. Warm und umhüllend soll sein Charakter sein, tief und gerne eingesogen. Die Sensorik ist hier absolut maßgeblich.

Die ImkerInnen, bei denen wir unser Wachs kaufen, sind leidenschaftliche Naturmenschen, die um Wert und Bedeutung ihrer Aufgabe wissen.

Sie arbeiten im Naturbauverfahren und entnehmen in regelmäßigen Abständen nach der Brutperiode bebrütete Altwaben, die sie einschmelzen und deren Wachs sie abgeben. Naturbauverfahren bedeutet, dass keine vorgeprägten Mittelwände dem Bienenvolk zugeführt werden. Es ist die natürlichste Form der modernen Bienenhaltung, sie fördert die Bienengesundheit besonders, da alles Lebensprozesse der Bienen intensiv ausgelebt werden können. Außerdem sind Naturbauwaben besonders leicht und frei konstruiert; sie sind der Resonanzboden der Bienensprache und damit besonders wertvoll für ein gute Kommunikation im Volk.
Das wichtigste ist jedoch vermutlich, dass Naturbauwaben in besonderem Maße als Grundlage für einen gesunden Wärmeorganismus im Bienenvolk dienen.
Sie pflegen seit mindestens 5 Jahren einen eigenen Wachskreislauf. Ein eigener Wachskreislauf bedeutet, dass kein fremdes Wachs in Form von Mittelwänden im Wirtschaftskreislauf der Bienen verwendet wird. Dadurch wird das Risiko von Verunreinigungen aus Wachsen vermieden, die im Bienenwachs-Weltmarkt im Umlauf sind.
Die ImkerInnen arbeiten ohne chemische Hilfsmittel und verwenden für die Milbenbekämpfung organische Säuren, mechanische Verfahren oder besondere Haltungsweisen. Zur Ehrenrettung der ImkerInnen in Nordeuropa, darf jedoch auch ganz pauschal gesagt werden, dass nur in seltensten Ausnahmefällen noch chemische Bienenarzneimittel verwendet werden. ImkerInnen sind bewußte und naturverbundene ZeitgenossInnen.
Wir kaufen Bienenwachs bewusst nicht anhand einer Bio-Zertifizierung, da wir überzeugt sind, dass auch kleine und mittlere Imkereien ohne eine solche Zertifizierung hochwertige und Gemeinwohlfördernde Arbeit leisten und Produkte liefern. Die chemischen Verunreinigungen, die immer wieder in Bienenwachs gefunden werden, sind ursächlich sicher nicht der Bienenhaltung zuzuschreiben und dürfen ihr daher auch nicht zum Nachteil gereichen. Wenn wir keine Gifte in unserer Welt wollen, dürfen wir deren Ausbringung nicht dulden.

Wo unsere BALZAMONE und MassageCremes entstehen

Foto Wachswerk Wir reisen nach Suze sur Crest im Val de la Dröme am nördlichen Rand des Vercors, süd-östlich von Valence an die Route du Soleil, zu Manfred Sauerbrey, einem befreundeten Bauern. Hier, weit unter südlicher Sonne, werden unsere BALZAMONE und MassageCremes in Handarbeit hergestellt und abgefüllt. Außerdem beziehen wir von dort verschiedene ätherische Öle.

Insektenschutz durch schonende Ernteverfahren

Foto Wachswerk Manfred Sauerbrey lebt und arbeitet dort als Lavendelbauer und baut bio-zertifiziert in traditioneller Weise seinen Lavendel an. Die Blüten werden in der Mittagszeit geerntet, dann ist der Gehalt ätherischer Öle am höchsten. Sie werden mit einer einfachen Maschine geschnitten und gebündelt, auf den Reihen liegend zwei Tage vorgetrocknet. In Destillen wird das ätherische Öl gewonnen, das anschließend zwei Monate lang reifen muss, bevor es verwendbar ist.
Dieser ganz und gar unmodern aufwendige Herstellungsprozess ist uns nicht zuletzt für den Insektenschutz wichtig: Auf und in den Blüten ist eine unvorstellbare Menge und Vielfalt an Schmetterlingen und Bienen. In konventionellen Ernteverfahren schneiden die großen Erntemaschinen die Lavendelblüten, saugen sie ein und häckseln sie. Schnell, effektiv, kostengünstig – mitsamt aller Insekten. Darin sehen wir keinen dankbaren und guten Umgang mit den vielen dienstbaren Geistern der Natur.
Übrigens, wie es überhaupt zu der Zusammenarbeit kam, können Sie hier nachlesen.

Wärmekissen

Foto Camphill Unseren Wärmekissen bestehen aus Raps- bzw. Hagebuttenkernen aus Deutschland, Stoffen aus zertifizierter Bio-Baumwolle (kba) und werden in liebevoller Handarbeit in der Camphill-Dorfgemeinschaft Sellen e.V. hergestellt. Die Camphill-Bewegung wurde in den 1960er Jahren durch Karl König begründet. Er hatte das Ziel, Menschen mit Behinderungen ein sinnhaftes Lebensumfeld zu geben, und stellte die besonderen individuellen Begabungen und Bedürfnisse in den Mittelpunkt. Die Produktion in den Werkstätten ist handwerklich orientiert und ganzheitlich ausgerichtet. So kann von jedem Mitarbeiter selbst der kleinste Handgriff als sinnvoller Beitrag zum Endprodukt erlebt und wertgeschätzt werden. Der Umgang mit Wolle ist ein wertvolles Betätigungsfeld, da es die taktil haptische und visuelle Wahrnehmung fördert. Dieser Tätigkeitsbereich ist deshalb besonders für die Arbeit von Menschen mit Schwerstmehrfachbehinderungen geeignet. An speziellen Maschinen verarbeiten sie selbst gewaschene Wolle von Schafen, die nach demeter-Richtlinien gehalten werden. Die Fertigung der Wärmekissen an der Nähmaschine erfordert Konzentration und motorische Koordination. Geduld ist dort ein guter Lehrmeister. Jedes einzelne Vlies oder Wärmekissen ist ein Unikat, das in wertvoller Handarbeit entstanden ist.