Physiotherapeutische Anwendung

Die Bienenwachs-Wärmetherapie zeichnet sich besonders dadurch aus, dass sich ihre Wärme unter der Anwendung sanft einschleicht, wodurch keine Gegenreaktion (Schwitzen) provoziert wird. Nach einer BienenwachsWärmepackung fühlen sich Patienten angenehm anhaltend durchwärmt, gekräftigt und wach. Darüber hinaus sind Handhabung und Verabreichung sehr effizient, da keine Reinigungs- oder Pflegearbeiten anfallen, hygienisch besonders sicher und ästhetisch unübertroffen angenehm. Alle Materialien sind trocken und sauber, das Bienenwachs verbreitet einen feinen und sehr beliebten Duft, mit dem sich Patienten und Anwender sofort wohlfühlen.
Für die physiotherapeutische Anwendung stehen mehrmals und einmal verwendbare BienenwachsFolien  zur Verfügung. Als Wärmeträger empfehlen wir unsere Salzkissen und
den dazugehörigen Wärmeschrank. Weitere Informationen erhalten Sie gerne auf Anfrage!

Wärme

Wärme ist Leben, Bewegung, Entfaltung. Sie ist die Grundlage unserer organischen Funktionen. Um Körperbewusstsein zu entwickeln, brauchen wir Wärme, wir suchen Wärme in der Begegnung mit anderen Menschen. Wärme ist der Schlüssel zum Menschsein!

"Die Wärme darf auf sie nur als Reiz wirken, sie müssen die Wärme, die sie in sich haben, selber erzeugen." (Rudolf Steiner)

Die individuelle Organisation der Körperwärme ist an einen rhythmisch geordneten Wärmefluss gebunden. Viele Erkrankungen und Beschwerden gehen einher mit Störungen des Wärmeorganismus.

Ziel therapeutischer Wärmeanwendung muss es sein, den Wärmefluß wieder anzuregen und zu beleben, dem Feuer wieder Nahrung zu geben. Die Bienenwachs Wärmeanwendung bietet Wärme an, drängt sie aber nicht auf. Der Körper soll Wärme leicht aufnehmen können und sich nicht dagegen mit Schwitzen und erhöhter Kreislauftätigkeit zur Wehr setzen müssen. Mit einer bewußt erlebten, angenehmen Durchwärmung vertieft und intensiviert sich gleichzeitig auch das Körperbewusstsein. Es tut außerordentlich gut zu erleben, wie die Beine und Füße wieder warm werden, wie sich wohlige Wärme überall ausbreitet. Im wohlig durchwärmten Körper entwickelt sich intensiveres Selbstbewusstsein, das Lebensfreude und Lebenslust vermittelt.

Wärmetherapie mit Bienenwachs

Im Mittelpunkt der Wärmetherapie mit Bienenwachs und trockenen Wärmeträgern steht die Absicht, die tiefe harmonische Durchwärmung zu fördern.

Als gleichwarmes (homiothermes) Lebewesen ist der gesunde Mensch in der Lage, die Temperatur seines Leibesinneren aktiv und weitgehend unabhängig von seiner Umgebung auf einem engen Niveau zu halten. Im Zusammenhang mit vielen Erkrankungen gelingt dieses nicht mehr, und es kommt zu Einschränkungen der Körperdurchwärmung, bis hin zum Absinken der Körpertemperatur. Darüber hinaus führen auch Lebensumstände und seelische Einflüsse zum Wärmeverlust. Diesem Komplex ist in der modernen Gesellschaft zunehmende Bedeutung beizumessen, wenn man beachtet, dass vielen Menschen Bewegung und die klimatischen Reize einer natürlichen Umgebung fehlen. Die Folge ist die Verminderung der Thermoregulationsfähigkeit und mangelnde Bewusstseinsbildung besonders im Kindesalter. Hinzu kommen oft Lebensunsicherheiten und die damit einhergehenden Ängste. verminderte Durchwärmung, geringere Körperkerntemperatur und Verfestigungen stehen in engem Zusammenhang. Zum Beispiel können körperliche Anstrengungen zu einer Erhöhung der Kerntemperatur um bis zu 3°C und emotionale Erregung um bis zu 1°C führen. Im Umkehrschluss können körperliche und seelische Beeinträchtigungen unterschiedlicher Art und Ursache zum Absinken der Körpertemperatur führen. Das ist sicherlich nicht in kurzfristigen Wirkungs-Darstellungen zu beobachten. Deutlich sichtbar sind aber vegetative Reaktionen wie die sprichwörtlichen "kalten Füße" bei Angst aber auch bei lang andauernder geistiger Arbeit oder Einseitigkeit am PC-Arbeitsplatz. Der Körper wird nicht mehr gleichmäßig durchwärmt, es kommt zu Verspannungen und Schmerzen. Krankheiten und Schmerzzustände werden oft von Wärmeverlust begleitet oder gehen daraus hervor.

Ein elementares Therapiemittel ist deshalb die gezielte Anwendung von Wärme. Sie kann, wenn sie der menschlichen Natur gemäß angewandt wird, in regulativ impulsgebender Weise wirken. Mit Wärme lassen sich Schmerzen und Anspannungen lindern und aufweichen, Verfestigungen wieder in Bewegung bringen. Mit Wärme lassen sich Menschen innerlich ansprechen. Wärme ist der erste Schritt, neue Richtungen zu sehen, neuen Mut zu finden und sich Therapien zu öffnen.

Heilsame Wärme ist immer ein vorsichtiges Angebot. Therapeutisch sinnvolle Wärmetherapie heißt nicht "viel hilft viel" sondern beachtet maßvoll den Bedarf des Menschen, den sie erreichen will.

Bienenwachs ist das Baumaterial der Bienen, es bildet für den Gesamtorganismus Bienenvolk die physische Lebensgrundlage. Das Bienenwachs entsteht als Drüsenprodukt der Baubiene in einer bestimmten Lebensphase der Biene während des Frühjahres und Sommers, wenn vermehrter Wabenbau benötigt wird. Die Bienen sind mit Brutpflege und Honigproduktion beschäftigt. Im Brutnest herrschen Temperaturen um 37°C und werden dort von den Bienen aktiv erhalten. Die Biene ist das einzige Insekt, das in der Lage ist, als Gesamtorganismus eine konstante Körperkerntemperatur ganzjährig aufrecht zu erhalten. Dazu befähigt sie der Wabenbau aus Bienenwachs und ihre soziale Organisation.

Bienenwachs erscheint als materiell gewordene Wärme. Es enthält die Wärme und das Licht des Sommers in welchem es von den Bienen erzeugt wurde. Mit Körperwärme wird es von den Bienen in beeindruckender feiner Gleichmäßigkeit zu Waben geformt. Diese Waben bilden den Körper des Superorganismus Bienenvolk. 
Wärmephänomene charakterisieren den Stoff Bienenwachs. Es vermittelt diese Wärmekräfte. Lichthafte leichte Wärme- und Formkräfte.

Die besondere Wirkung des Bienenwachses ist die Förderung der Thermoregulation. Diese Wärmetherapie beschränkt sich nicht auf lokale Überwärmung, sondern bewirkt die gleichmäßige, harmonische Durchwärmung des gesamten Körpers.

Diese Wärme spricht Menschen innig und direkt an, sie fördert Eigenkräfte und Selbstbewusstsein.

Anwendung

Die Anwendung der Bienenwärmetherapie geschieht meistens im Anschluss an eine Massage, Krankengymnastik oder anderen Körpertherapien, eigenständig im Bereich der Pflege oder z.B. im Vorfeld einer Gesprächstherapie.

Benötigt werden Bienenwachsfolien, Frotteetücher, Salzsäckchen (Wärmeträger) und das Gerät zu deren Erwärmung.

Die Folien werden in direktem Hautkontakt angewendet und dienen als Wärmemedium. Der Wärmeträger wird in einem speziellen Ofen auf ca. 80°C erhitzt. Diese hohe Temperatur ist notwendig, um mit Hilfe eines Puffers zwischen Bienenwachsfolie und Wärmeträger eine ansteigende Temperaturkurve zu erzeugen, dadurch schleicht sich die Wärme ein. Massive Gegenreaktionen wie Schwitzen, Kreislaufanregung werden dadurch vermieden.
Der Applikationsort ist von den Beschwerden und der jeweiligen Wärmeorganisation des Patienten abhängig und nicht standardmäßig zu bestimmen.

Reines Bienenwachs und Seide

Die feinen Folien mit reinem Bienenwachs und Seide oder Tissue haben wärmeregulierende Eigenschaften. Die Anwendung verbessert die Entstehung und das Fliessen körpereigener Wärme.

Wärmequelle Salzsäckchen

Zur Bienenwärmetherapie gehört neben dem Bienenwachs das Salz. Ein Salzsäckchen nimmt viel Wärme in kurzer Zeit auf und strahlt sie während der Anwendung kraftvoll ab. Das Salzsäckchen ist als Hausmittel seit Alters her bekannt. In Mitteleuropa legte man Salzsäckchen zum Aufwärmen in das Backrohr am Kachelofen und verwendete es als schmerzlindernd Packung. In der chinesischen Medizin findet es als erhitzte Auflage besondere Verwendung. Salz ist ein hochwertiges Naturprodukt mit besonderen physikalischen und feinstofflichen Eigenschaften.
Die Salzsäckchen sind lange haltbar, um äußerliche Verschmutzungen zu vermeiden, können waschbare Schonbezüge verwendet werden.

Der Wärmeschrank zum Erhitzen der Salzkissen

Um die Salzsäckchen effektiv erwärmen zu können, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, so zum Beispiel Fango-Warmhalteschränke oder Tellerwarmhalteplatten aus dem Profi-Segment. Die Salzkissen und andere trockene Wärmeträger müssen aus hygienischen Gründen unbedingt auf mindestens 80°C erhitzt werden. Auch für die Anwendung ist diese Temperatur ideal.
Aus dem WACHSWERK-Sortiment bieten wir für größere Physiotherapiepraxen oder Pflegeabteilungen unseren Wärmeschrank an.

Die Verwendung von Mikrowellen-Geräten zum Erhitzen von WACHSWERK-Wärmekissen ist aus Sicherheitsgründen absolut untersagt! Rufen Sie bitte an, wir beraten Sie gerne.

Indikationen und Therapiebeispiele

Die Bienenwärmetherapie ist flexibel in vielen Bereichen von Therapie und Pflege einsetzbar. Sie bedarf keiner besonderen räumlichen oder technischen Voraussetzungen. Sie ist unkompliziert in der Durchführung und so in entsprechenden Bereichen und nach Einführung durch Fachpersonal auch von Patienten selbst durchführbar.

Die hier gegebenen Beispiele sind nicht pauschal anzuwenden. Wärme ist Bewegung, nicht in Regeln festzuschreiben und unendlich vielfältig. Wo Wärme ist, da entsteht Verwandlung und Erneuerung.

Schmerzen in Muskulatur und Gelenken

Bei akuten Beschwerden gehen diesen Beschwerden oft direkte Kälteeinflüsse voraus, bei chronischen Verläufen zeigt sich Kälte meistens als Begleitsymptom. Patienten mit solchen Beschwerden reagieren meist positiv auf Wärme. Besonders auf die Bienenwärmetherapie, da sie eine Durchwärmung fördert, die lange anhält.
Der Anlageort der Packung ist weniger der Ort der Beschwerden, vielmehr eine Wärmebrücke, die den Beschwerdeort wieder in den physiologischen Wärmestrom einbindet. Es ist nicht sinnvoll, lediglich im Beschwerdebereich lokal zu überwärmen. Die hervorgerufene verstärkte Hautdurchblutung senkt die Durchblutung der darunterliegenden Muskulatur.

Rheumatische Erkrankungen

Erkrankungen des Rheumatischen Formenkreises im Erwachsenenalter zeigen sehr deutlich das Unvermögen des Körpers, mit seiner eigenen Wärme umgehen zu können. Diese Patienten haben oft eine Körpertemperatur unter 36°C, fühlen sich unter Einfluss von Kälte unwohl und erleben dabei eine Verstärkung ihrer Beschwerden. Während der chronischen Phasen haben Rheumapatienten ganz deutlich einen erhöhten Wärmebedarf und reagieren äußerst positiv auf die Bienenwärmeauflage.
Etwas anders ist das während akut entzündlicher Phasen, dann scheint Kälte zuerst Linderung zu bringen. In Folge einer Kälteeinwirkung kommt es jedoch häufig zu einer zeitlichen Verlängerung und weiteren Chronifizierung des Entzündungsprozesses. In akuten Stadien der Erkrankung ist genaue Beobachtung und Befundung nötig! Bei näherem Hinsehen zeigt sich nämlich, dass die betroffenen Bereiche lokal überwärmt sind, andere hingegen sind jedoch dann deutlich kühler. Diese Temperaturdifferenz ist dann auch im Vergleich zu anderen Körperzonen festzustellen. An den Extremitäten sind es meistens die Finger- und Fußspitzen und die Bereiche zwischen den Gelenken, sowie am Rumpf der Schultergürtel beziehungsweise die Lumbalregion, die sich besonders kalt zeigen. Erwärmt man nun mit der Bienenwachspackung sehr vorsichtig und mit geringer Wärmezufuhr diese kühleren Zonen zentral beginnend, kühlen die entzündlich erwärmten Bereiche daraufhin ab. Die Wärme muss fließen, damit die Entzündungsprozesse abklingen können. Es ist aber sehr wichtig, diese Prozesse während der Anwendung genau zu beobachten und vorsichtig mit der Wärmetherapie zu beginnen.
Grundsätzlich wird im chronischen wie im akuten Stadium die Bienenwärmeauflage entsprechend der Wärmeverhältnisse lokalisiert, die der Patient im Tastbefund zeigt. Ziel ist die Verteilung der Wärme, so dass unterkühlte Bereiche wieder in den Wärmekreislauf eingegliedert werden.

Fibromyalgie

Bei der Fibromyalgie zeigt sich ein Phänomen, das häufig auch bei allen anderen Beschwerden zu beobachten ist: Wärmeempfindungsfähigkeit setzt eine wenigstens annähernd gesunde Durchwärmung voraus. Patienten, die unter Fibromyalgie leiden, haben oft gerade während der Phasen starker Beschwerden wenig oder kein Empfinden für die eigene Wärme. Sie spüren nicht, ob sie warm oder kalt sind, sie sind fixiert auf das Schmerzerleben und geraten in einen Kreislauf von zunehmender Auskühlung, Verkrampfung und Verstärkung der Schmerzen. In diesem Zustand nach Wärme gefragt, äußern sie, normal warm zu sein, frieren nicht, sondern sind vielleicht sogar kaltschweißig infolge der Anspannung. Das Ziel einer milden Bienenwachs-Wärmeanwendung wäre zunächst, die weitere Auskühlung zu stoppen. Bezeichnender Weise bemerken diese Patienten während der ersten Zeit der verbesserten Durchwärmung ihre eigene Kälte. Sie fühlen sich dann kalt, während sie gerade wieder etwas warm werden. Dieses Gefühl lässt erst nach, wenn die Durchwärmung ein gesundes Niveau erreicht hat. Dann müssen diese Patienten selbst üben, ihren eigenen Wärmeorganismus zu pflegen. Die Therapie benötigt lange Zeiträume und ein umfangreiches Angebot von zum Beispiel Bädern, Physiotherapie, Verhaltenstherapie, Ernährungsberatung, Sport und vielem mehr.

Spannungskopfschmerzen

Diese Beschwerden sind oft belastungsbedingt entstanden. So kann die Arbeitshaltung mit Ihrer Einseitigkeit dazu führen oder seelische Belastungen "drücken" auf die Schultern. Die Folgen sind sehr ähnlich, der Wärmebefund auch: die Schulter-Nackenregion ist gestaut und überwärmt, der Rücken wird nach unten hin deutlich kühler, Hüften und Oberschenkel sind kühl, die Füße kalt. Der Bauch ist angespannt, die Verdauung träge.
Die Bienenwachspackung wird bei diesen Beschwerden iliosakral oder auf dem Unterbauch appliziert, um die Wärme wieder in den unteren Rücken zu locken, diesen Bereich wieder zu öffnen, so das auch Beine und Füße wieder warm werden. Die Bewegung der Wärme, ihr Fließen durch den ganzen Körper bewirkt eine Lockerung der physischen Verspannungen.

Migräneartige Schmerzen

Migräneartige Schmerzen reagieren ähnlich wie Spannungskopfschmerzen, sind aber selbstverständlich ungleich hartnäckiger. Während des akuten Stadiums ist eine wesentliche Linderung der Beschwerden durch Wärme möglich aber nicht zu erwarten. Wichtiger ist die Steigerung des Wohlbefindens in dieser Phase. Das geschieht ähnlich wie bei der Fibromyalgie dadurch, dass die verminderte Durchwärmung, die Patienten selbst nicht bemerken, verbessert wird. Das Wohlbefinden steigt trotz der Schmerzen.
Wichtig ist auch die Behandlung zwischen den Beschwerdeschüben, in der die Durchwärmung verbessert werden muss, um Körpergefühl und Bewusstsein zu vertiefen.

Unruhe, Schlafstörungen

Wer kann schlafen mit kalten Füßen?! Die Packung kann lumbal angelegt werden oder es wird ein heißes Salzsäckchen an die Füße gelegt.

Allergische Reaktionen

In seltenen Fällen kommt es zu allergischen Reaktionen, melden Sie uns diese bitte unbedingt! Patienten mit bekannter Allergie auf Bienenproduktesollten keinen Bienenwachs-Auflage bekommen. Im Zweifel führen Sie bitte folgenden Test durch.

Allergietest

Ein kleines Stück Bienenwachsfolie (ca. 1 x 1 cm) zuschneiden und der Person mit einem hypoallergenen Pflaster auf die Innenseite des Unterarmes kleben. Dort ca. 24h belassen. Sollte in diesem Bereich eine Hautrötung auftreten, ist von der Anwendung der Bienenwachsfolie abzusehen!

Besondere Hinweise/Kontraindikationen

Bei entzündlichen Beschwerden der Gelenke (z.B. Rheuma)ist besondere Vorsicht geboten, die Anwendung sollte nicht direkt auf dem entzündeten Bereich geschehen, sondern immer etwas entfernt, näher zum Rumpf hin. In solchen Fällen nehmen Sie bitte vor der Anwendung Kontakt zu uns auf!

Desweiteren darf die Bienenwachs-Wärmepackung nicht angewendet werden bei:
· Allergie gegen Bienenprodukte
· offenen Wunden
· Empfindungsstörungen (Verbrennungsgefahr!)